Was sind Protisten?
   
  Ein Bild sagt ja bekanntlich mehr als 1000 Worte. Deshalb sind oben typische Vertreter dieser Organismengruppe dargestellt. Sie benötigen allesamt Wasser als Lebensumgebung und sind meist mikroskopisch klein: Zwei Schalenamöben, eine Zieralge, eine Rotalge und eine durch Geißelschlag bewegliche Goldalge.

Ein paar kennzeichnende Eigenschaften von Protisten:
-Die Organismen bestehen meist aus einen einzigen Zelle oder aus Zellverbänden gleichartiger Zellen ohne Aufgabenteilung.
-Die Zellen haben organähnliche Teile, Organellen genannt, für Nahrungsaufnahme und -verarbeitung, Auf-, Um- und Abbau von Zellsubstanzen, Osmoregulation, Verteidigung und Beutefang sowie Steuerung der Lebensvorgänge.
-Die kleinsten einzelligen Protisten (gewisse Flagellaten und Alveolaten) sind kürzer als ein tausendstel Millimeter und haben damit Bakteriengröße, die größten (z. B. der Sumpfwurm Spirostomum ambiguum, ein Ciliat) werden einige Millimeter lang.
-Die Zellverbände der meeresbewohnenden Braunalgen und Plasmodien von Schleimpilzen können meterlang werden.

   
  Von den höheren Pflanzen, Tieren und Pilzen unterscheiden sich Protisten dadurch, dass sie keine Embryonalentwicklung im Fortpflanzungszyklus kennen. Es gibt geschlechtliche und ungeschlechtliche Fortpflanzung. Von vielen Arten ohne sexuelle Prozesse sind Reifeteilungen (Meiosen) in den Ruheformen (Cysten) bekannt. Sie besitzen jedoch ebenso wie die höher organisierten Lebewesen Zellkerne für die Steuerung der vegetativen und generativen Lebensvorgänge, was sie von den Bakterien unterscheidet, deren Erbanlagen ohne separate Membranumhüllung frei in der Zelle liegen.
  Eine ausführliche Begriffsklärung findet man z. B. bei Wikipedia (Protisten). Eine umfassende, taxonomisch geordnete Sammlung betreibt und pflegt das Bay Paul Marine Center in Woods Hole/Massachusetts (micro*scope).
   
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  Die Beobachtung von Leben und Lebensvorgängen bei mikroskopisch kleinen Lebewesen ist eine meiner Lieblingsbeschäftigungen. Diese Internet-Seite gibt ein paar Einblicke in meine Sicht dieser Mikrowelt. Eine kleine Geschichte über meinen Zugang dazu kann man lesen, wenn man auf die Schaltfläche rechts neben diesen Zeilen klickt.

In den letzten Jahren habe ich die eine oder andere mikroskopische Entdeckung gemacht, die mir den Anstoß gaben, mich intensiver mit den damit verbundenen Organismen, ihrem Verhalten, ihren Organellen und ihrer Stellung im entwicklungsgeschichtlichen Baum des Lebens auseinander zu setzen. Daraus sind Artikel entstanden, die in den meisten Fällen auch im MIKROKOSMOS abgedruckt worden sind oder deren Veröffentlichung geplant ist. Diese seit über 100 Jahren erscheinende Fachzeitschrift für die an der Kleinlebewelt Interessierten wird von dem Protistologen Prof. Dr. Klaus Hausmann herausgegebenen und erschien ursprünglich im Kosmos Verlag, heute bei Elsevier.

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